Roman

Das Geschenk

„Das Geschenk“ – Ein Psychothriller von Sebastian Fitzek

Milan Berg steht an einer Ampel, als ein Wagen neben ihm hält. Auf dem Rücksitz ein völlig verängstigtes Mädchen. Verzweifelt presst sie einen Zettel gegen die Scheibe. Ein Hilferuf? Milan kann es nicht lesen – denn er ist Analphabet! Einer von über sechs Millionen in Deutschland. Doch er spürt: Das Mädchen ist in tödlicher Gefahr.
Als er die Suche nach ihr aufnimmt, beginnt für ihn eine albtraumhafte Irrfahrt, an deren Ende eine grausame Erkenntnis steht: Manchmal ist die Wahrheit zu entsetzlich, um mit ihr weiter zu leben – und Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden.

{Klappentext}


Key Facts:

  • Autor: Sebastian Fitzek
  • Format: Gebundenes Buch – Limitierte Geschenkverpackungs-Edition
  • Seitenzahl: 368 Seiten
  • Verlag: Droemer HC
  • Erschienen: Oktober 2019
  • ISBN-Nr: 978-3426281543
  • Preis: € 22,99 [D] – Buchpreis


Das Buch gab es für begrenzte Zeit als Limited Edition in der „Geschenk“-Edition. Dabei kam das Buch in einer Papier-Umverpackung, die aussah wie ein verpacktes Geschenk. Das weckte natürlich sofort mein Sammler-Herz und musste daher direkt gekauft werden. Aber nicht nur der Verpackung wegen hat sich der kauf schon gelohnt:

Als an einer Ampel ein Auto an Milan vorbei fährt, traut er seinen Augen kaum: auf der Rückbank sitzt ein Mädchen, dass sehr traurig aussieht und eine Botschaft – geschrieben auf ein Stück Papier – an das Autofenster drückt. Er merkt sofort, dass dort etwas nicht stimmt. Doch leider kann er die Nachricht des Kindes nicht entziffern – er ist Analphabet. Dennoch macht er sich auf die Such nach dem Kind und begibt sich dabei auf eine gefährliche Reise – zurück in seine Kindheit.


Stärken des Buchs:

Was für eine Story! Das Buch ist mit so vielen Wendungen versehen, dass man wirklich keinen Plan haben kann, wer gut und wer schlecht ist!  Dazu schaffen es die kurzen Kapitel aus unterschiedlichen Sichten, die Spannung so aufzubauen, dass man direkt weiterlesen muss. Mehr braucht man ja schon fast gar nicht sagen. 🙂

Typisch für seine Romane, stellt Fitzek wie immer eine „Was wäre wenn“-Frage an den Anfang seiner Geschichte. Diesmal geht es um Analphabetismus und Biomedizin. Wie weit darf Medizin in das Leben eines Menschen eingreifen? Kann man Menschen durch Eingriffe verändern, bevor diese verhaltensauffällig werden?

Schwächen des Buchs:

Es waren Szenen dabei, bei denen ich mich gefragt habe, wie man das hätte planen können? Was wäre, wenn das schief gegangen wäre? Hier wurde der Faktor „Zufall“ leider sehr groß geschrieben, was für ein Fitzek-Buch eigentlich untypisch ist. Ich verstehe, dass Fitzek so den Spannungsbogen aufrecht erhalten wollte, dennoch ist es für ihn sehr ungewohnt, Szenen so ungewiss und durch Zufälle getrieben, voran zu bringen. Ringt der Geschichte aber zum Glück nichts an Spannung oder Handlung ab.


Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe:

  • Nachgesehen, wann ein neues Buch von Fitzek geplant ist
  • Mit Freunden über Analphabetismus gesprochen
  • Überlegt, einen Lippel-Lese-Kurs zu machen

Mein Fazit zu dem Buch:

Ich brauche Nachschub. Dieses Buch habe ich innerhalb von ein paar Stunden nur so weggeatmet. Es war wie immer grandios. Viele Cliffhanger, überraschende Wendungen und bis zuletzt wusste man nicht, worum es überhaupt geht. So wünscht man es sich von einem guten Buch. Habe mich sehr unterhalten gefühlt.


Sternchenbewertung:

★★★★★

Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sterne.


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