Roman Wahre Begebenheit

Das Seelenhaus

Ein Roman nach einer wahren Begebenheit von Hannah Kent

„Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen.“

Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.

{Klappentext}


Key Facts:

  • Autor: Hannah Kent
  • Format: Paperback Buch
  • Seitenzahl: 383 Seiten
  • Verlag: Droemer TB
  • Erschienen: Oktober 2015
  • ISBN-Nr: 978-3426304846
  • Preis: € 9,99 [D] – Buchpreis


Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie jedoch für sich. Genau das wird ihr zum Verhängnis, als sie des Mordes angeklagt und hingerichtet werden soll. Die Tat: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt.

Bis zur Verurteilung soll sie auf dem Hof eines Beamten als Magd Zwangsarbeit leisten. Die Familie, bei der sie unterkommt, blickt dem ganzen nicht sehr positiv entgegen. Erst als der Pfarrer Tóti zu ihr kommt um bei ihr Buße einfordert, beginnt sie sich zu öffnen. Nach und nach erfährt man, wie Agnes Leben verlaufen ist, wie sie Natan kennenlernt und was wirklich passiert ist in der Mordnacht. Ihr Gastgeber hören alles mit. Die Familie ahnt so langsam, dass die Wahrheit über Agnes vielleicht die falsche sein könnte …

Bei diesem Roman handelt es sich um ein Stück isländischer Geschichte. Agnes Magnúsdóttir hat tatsächlich gelebt und war der letzte Mensch, der auf Island hingerichtet wurde.

Nach dem Buch musste ich mir folgende Fragen stellen:
Wie würde ich reagieren, wenn ich einen Mörder (oder vermeintlichen Mörder) bei mir unterbringen müssten bis zu seiner Hinrichtung?  Was halte ich von der Todesstrafe?


Stärken des Buchs:

Man merkt, dass die Autorin viel recherchiert hat, um dem Leser eine Person, die wirklich gelebt hat, nahezubringen. Nur nach und nach werden in ganz kleinen Schritten die Ereignisse der Mordnacht enthüllt. Man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen, da der Spannungsbogen stetig steigt.

Der Roman wird aus unterschiedlichen Sichten erzählt, wobei viele Kapitel aus der Sicht von Agnes selbst gezeigt werden.

Zwischen den Kapiteln bekommt man authentische Gerichtsunterlagen zu diesem Fall zu lesen, die das Zeitzeugnis zu diesem Ereignis genauer belegen.

Schwächen des Buchs:

Einige Kapitel haben sich sehr gezogen und ich muss gestehen das mich die Schreibweise nicht wirklich gefesselt hatte. Ich hatte Probleme, mich in die Charaktere hineinzuversetzen und kam mir sehr distanziert vor. Bis die Story Fahrt aufgenommen hatte, dauerte es auch gefühlt die hälfte des Buches. Dennoch ging mir die Geschichte von Agnes wirklich ans Herz. Bis zuletzt wollte ich wissen, wie der Mord sich nun zugetragen hat und ob es doch noch ein Happy End geben wird.


Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe:

  • Über Island recherchiert
  • Agnes Magnúsdóttir gegoogelt
  • einen Kaffee getrunken 😀

Mein Fazit zu dem Buch:

Eine sehr mitfühlende und von Leid geplagte Geschichte, die sich leider so zugetragen hat. Im Großen und Ganzen hätte man die Geschichte mit der hälfte der Seiten beschreiben können, dennoch berührt sie – auf die ein oder andere Art und weise.


Sternchenbewertung:

★★★☆☆

Das Buch bekommt von mir 3 von 5 Sterne.


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