Fachbuch Feminismus Sachbuch

Die letzten Tage des Patriarchats

Eine Sammlung von Margarete Stokowskis Online-Kolumnen

Seit 2011 schreibt die Spiegel-Online-Kolumnistin Margarete Stokowski Essays, Kolumnen und Debattenbeiträge. Die besten und wichtigsten Texte versammelt dieses Buch, leicht überarbeitet und kommentiert. Die Autorin analysiert den Umgang mit Macht, Sex und Körpern, die #metoo-Debatte und Rechtspopulismus, sie schreibt über Feminismus, Frauenkörper und wie sie kommentiert werden, über Pornos, Gender Studies, sogenannte Political Correctness, Unisextoiletten und die Frage, warum sich Feminismus und Rassismus ausschließen.
Stokowskis Texte machen Mut, helfen, wütend zu bleiben, Haltung zu zeigen und doch den Humor nicht zu verlieren und sie zeigen, dass es noch einiges zu tun gibt auf dem Weg zu einer gleichberechtigen Gesellschaft. Wer fragt, ob wir den Feminismus noch brauchen oder ob die Revolution bereits geschafft ist, dem liefert Margarete Stokowski eindeutige Antworten.


Key Facts:

  • Autor: Margarete Stokowski
  • Format: Gebundenes Buch
  • Seitenzahl: 320 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Buchverlag
  • Erschienen: September 2018
  • ISBN-Nr: 978-3498063634
  • Preis: € 20,00 [D] – Buchpreis



Stärken des Buchs:

In dem Buch hat Stokowski einen Querschnitt aus über 200 von ihr veröffentlichten Online-Kolumnen und Essays zusammengesucht und überarbeitet. Ihre Anmerkungen, Notizen, Gedanken und Kommentare sowie Mails von Lesern hat sie jedem Beitrag angehängt um somit die daraus entstehenden Debatten zu kommentieren.

Ihre Texte sind wie immer klug, furchtlos, frei und stets mit hohem Aktualitätsbezug. 
Margarete schafft es auf eine moderne und kluge Art und Weise den Finger in bereits vorhandene Wunden unserer Gesellschaft zu legen ohne dabei selbstgerecht zu wirken. Durch ihren frechen, unverwechselbaren Stil, will man gar nicht aufhören zu lesen.

An ihren Kolumnen kann man nicht nur die Entwicklung des Feminismus, sondern auch die Entwicklung der Autorin selbst ablesen. Wenn es am Anfang noch mehr um Beziehungen ging, sind die späteren Kolumnen durch politische Themen geprägt.

Schwächen des Buchs:

Einige der Kolumnen habe ich schon online gelesen und hätte mir hier und da etwas gewünscht, was man noch nicht online vorfinden konnte.


Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe:

  • Versucht, herauszufinden, ob Stokowski an einem weiteren Buch arbeitet.
  • Das Foto für diesen Blogbeitrag erstellt
  • Auf Spiegel Online nachgesehen, ob ich noch mehr ihrer Kolumnen finde, die ich nicht kenne.

Mein Fazit zu dem Buch:

Keine Autorin hat es bis jetzt geschafft, mir so in mein Gewissen zu reden, wie sie. Ihre Kommentare zur Gleichberechtigung (egal ob gegenüber Frauen, Homosexuellen oder Menschen mit einer anderen Herkunft) haben es geschafft, dass ich über viele Dinge komplett anders Denke und auch mein Umfeld versuche neu zu beeinflussen. Vorher waren mir viele Missstände einfach nicht klar oder ich habe über sie hinweggesehen. Vollkommen falsch, aber man braucht erstmal jemanden, der einem zeigt, wie es wirklich richtig geht. Margarete Stokowski ist eine davon. Danke!


Sternchenbewertung:

★★★★★

Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen. Die Texte sind vielschichtig und haben mich in vielen Punkten erneut zum Nachdenken gebracht. So, wie es in einem guten Buch sein sollte.
Mir war Margarete Stokowski tatsächlich vor ihrem ersten Buch noch kein Begriff, nach ihrem zweiten Buch bin ich definitiv ein Fan von ihr und kann ihre Bücher nur weiterempfehlen. Selbst Männern, damit diese aufhören in alten Mustern zu denken und das Wort Feminismus nicht immer negativ belegen! Feminismus = Gleichberechtigung für ALLE!