Roman Wahre Begebenheit

Wir von der anderen Seite

Ein Roman von Anika Decker – nach einer wahren Begebenheit

Als Rahel Wald aus einem heftigen Fiebertraum erwacht, versteht sie erst mal gar nichts. Wo ist sie, warum ist es so laut hier, was sind das für Schläuche überall. Nach und nach beginnt sie zu verstehen: Sie ist im Krankenhaus, sie lag im Koma. Doch richtig krank sein, hatte sie sich irgendwie anders vorgestellt: feierlicher, ja, heiliger. Als Komödienautorin kennt sich Rahel durchaus mit schrägen Figuren und absurden Situationen aus, aber so eine Reise von der anderen Seite zurück ins Leben ist dann doch noch mal eine eigene Nummer. Vor allem, wenn der Medikamentenentzug Albträume und winkende Eichhörnchen hervorruft. Zum Glück kann sie sich auf die bedingungslose Unterstützung ihrer verrückten Familie verlassen, die immer für sie da ist. Und noch etwas wird Rahel immer klarer: Ihr Leben ist viel zu kostbar, um es nach fremden Erwartungen auszurichten. Von jetzt an nimmt sie es selbst in die Hand.


Key Facts:

  • Autor: Anika Decker
  • Format: Hardcover
  • Seitenzahl: 384 Seiten
  • Verlag: Ullstein
  • Erschienen: Juli 2019
  • ISBN-Nr: 978-3550200373
  • Preis: € 20,00 [D] – Buchpreis


Rahel Wald wird von jetzt auf gleich aus dem Leben gerissen. Als sie aufwacht, weiß sie nicht, wo sie ist, was passierte und warum überall Schläuche an ihr hängen. Erst nach und nach begreift sie, dass sie im Koma lag und um ihr Leben gekämpft hat. Wie fühlt es sich an, sich nicht bewegen zu können? Oder Fieberträume von winkenden Eichhörnchen zu haben? Als Komödienautorin hat sie schon viel absurdes mitgemacht, aber das ist doch eine gänzlich neue Erfahrung. Ihren Humor hat sie dennoch nicht verloren und behauptet sich zwischen lästigen Bettnachbarn und unangenehmen Physiotherapeuten.

Obwohl der Roman eine fiktive Protagonistin hat, schildert Anika Decker ihre eigene Geschichte. Sie selbst hat mehrere Wochen im Koma gelegen und ums überleben gekämpft. Ihr Weg zurück in die Gesellschaft war hart und lang, aber sie hat es geschafft.


Stärken des Buchs:

Das Buch oder viel mehr die Geschichte hat mich sehr berührt. Ich habe oft laut gelacht, geschmunzelt, ab und an auch geweint und mich in vielen Dingen wiedererkannt. Bis zur letzten Seite habe ich mitgefiebert und die Randgeschichten genau so mitverfolgt wie ihren eigenen Kampf.

Decker schreibt äußerst kurzweilig und die Geschichte fliegt nur so an einem vorbei. Trotz des tragischen Themas strotzt dieses Buch vor Humor und Leichtigkeit.

Schwächen des Buchs:

Es war viel zu schnell beendet.


Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe:

  • Anika Decker bei Wikipedia gestalked
  • Meine Schwester, die als Krankenpflegerin arbeitet, nach dem ein oder anderen Fact aus dem Buch ausgefragt
  • Überfällige Arzttermine ausgemacht und mich durchchecken lassen. #Hypochonder 😉

Mein Fazit zu dem Buch:

Anfänglich hatte ich bedenken, ein Buch über eine Komapatientin zu lesen. Ich mag keine bedrückenden Drama-Geschichten – bin aber mehr als positiv überrascht. Die Geschichte war alles andere als traurig. Humorvoll, liebenswürdig, ultrakomisch und faszinierend sind die Adjektive die hier passen.

Seit langem hatte ich mal wieder den Wunsch, das dieses Buch bitte nicht enden soll. Die letzten Seiten habe ich hinausgezögert um möglichst lange etwas davon zu haben.
Ganz klare Leseempfehlung für alle, die gern lachen und sich in den Charakteren wiederfinden möchten.


Sternchenbewertung:

★★★★★

Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sterne.