Feminismus Roman

Yesteryear

Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören.
Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?

{Klappentext – gekürzt}


Key Facts:

  • Autor: Caro Claire Burke
  • Format: eBook
  • Seitenzahl: 464 Seiten
  • Verlag: Heyne
  • Erschienen: April 2026
  • ISBN-Nr: 978-3-453-27535-5
  • Preis: ca. € 24,00 [D] – Buchpreis


Meinung:

Was für ein Buch! Obwohl ich Natalie als Protagonistin teilweise wirklich nicht ausstehen konnte, habe ich gleichzeitig unglaublich mit ihr mitgefühlt. Besonders spannend fand ich, dass ich nie genau wusste, worauf die Autorin eigentlich mit dem Finger zeigt – auf Tradwives, die perfekte Instagram-Welt, Influencer oder doch auf uns, die diese Inhalte konsumieren? Genau diese Ambivalenz fand ich wahnsinnig gut gemacht.


Stärken des Buchs:

Die Geschichte wirft von Anfang an so viele Fragen auf und schafft es, diese Spannung bis zum Ende zu halten. Besonders die Zeitsprünge haben mich immer wieder überlegen lassen, welche Rolle Natalie eigentlich in dieser neuen Welt einnimmt. Dazu kommt ein sehr angenehmer Schreibstil – ich habe das Buch auf Englisch gelesen und bin nur so durch die Seiten geflogen.

Schwächen des Buchs:

Natalie hat mich teilweise wahnsinnig gemacht. Besonders ihre Beziehung zu ihrer Tochter hat mich mehrfach richtig sauer werden lassen. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass ihre Tochter mehr Mutter für Natalie ist als Natalie für ihr eigenes Kind. Gleichzeitig gehört genau diese schwierige Charakterzeichnung aber auch zu dem, was das Buch so interessant macht.


Mein Fazit zu dem Buch:

Ein unfassbar fesselnder Roman, der zunächst immer mehr Fragen aufwirft und mich am Ende ziemlich gebrochen und sprachlos zurückgelassen hat. Ich hatte danach sofort Gesprächsbedarf und wollte mit jemandem über alles reden. Dass Anne Hathaway sich die Filmrechte bereits gesichert hat, kann ich absolut verstehen – diese Geschichte möchte ich unbedingt auf der Leinwand sehen.


Sternchenbewertung:

★★★★

Das Buch bekommt von uns 4,5 von 5 Sterne.